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Wochenplan

Freitag, 26. Juni

Auf dem Wochenplan steht für heute:

 

  • Wäsche bügeln / wegräumen
  • Wäsche waschen
  • Outfit für Samstag zusammenstellen
  • Geschenk besorgen (Samstag, Hochzeit)

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Diese Aufgaben habe ich im Wochenplan für "täglich" notiert:

 

  • Geschirrspüler
  • Einkaufen

 

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Auf dem Plan steht heute zu Essen:

  • Lasagne

 Wäsche

 Das Bügeln / Zusammenlegen der Wäsche fällt mir leichter, wenn ich dabei eine Doku oder so etwas im Fernsehen laufen habe. Ich habe motiviert begonnen und bin schon gut fortgeschritten, jetzt mache ich eine kleine Pause.

Da eines zum anderen führt, ist die Wäsche-Aufgabe natürlich mit dem "Outfit für Samstag" verbunden. Insbesondere was unsere Jüngste betrifft. Während des ersten Arbeitsteils hatte ich schon etliche ihrer Kleidungsstücke in der Hand. Es war nicht eins dabei, das a) sauber, b) unbeschädigt und c) in der passenden Größe war; meist fehlt es an a) und/oder b).

Zwischendurch kam schon der eine oder andere Anflug von Panik. Was, wenn ich nichts finde, was hübsch, sauber, passend und unbeschädigt ist? Ich weiß nicht, wie andere Eltern das sehen. Im Grunde ist mir das schon wichtig, daß meine Kinder ordentlich angezogen zur Schule gehen. Zum Spielen können sie ja "alte" Sachen anziehen.

Tatsächlich ist es aber so, daß die Große nie "alte" Sachen hatte; sie hat sich fast nie schmutzig gemacht. Nicht weil sie so etepetete gewesen wäre, sondern weil sie sich einfach so verhielt und spielte, daß sie nicht schmutzig wurde. Da war vielleicht mal ein wenig Staub auf der Hose vom Sandkasten - aber keine Schlammschichten. Und schon gar nicht die halbe Wiese. Schmutz ist ja auch nicht so schlimm, wozu gibt es die Waschmaschine. Aber unauswaschbare Verschmutzungen gab's halt bei der Großen nie. Bei der Kleinen nur. Ausschließlich. Ob ich sie vielleicht zu Forschungszwecken an die Waschmittelindustrie geben soll?

 Ich muß dazu sagen, daß ich keineswegs mit einem Waschmittel der unteres Preisklasse wasche. Schon wegen der "Dienstkleidung" des Gatten (Gastronomie) nehme ich das gute, bewährte Pulver, mit dem schon Omi alles sauber und rein gewaschen hat. Ich schrecke auch vor Bleiche nicht zurück. Und Unterwäsche bekommt einen Schuß Hygiene-Spüler.

Ich bügle nur die Dienstkleidung, Blusen, Hemden und Oberteile, die starkt geknittert sind (weil sie nach dem Trocknen nicht gleich zusammengelegt wurden). Außerdem manche Hosen, die leicht knittern. Da der Gatte und ich überwiegend weiße T-Shirts als  Unterwäsche und zum Schlafen tragen, haben wir davon eine ganze Menge. Ich lege sie meist nur zusammen, das spart Zeit - drunter siehts eh keiner.

Wenn Flecken aber nun so gar nicht rausgehen, gebe ich auf. Im Grunde spielt es keine Rolle, denn es wird nicht lange dauern, dann gesellen sich Löcher zu den Flecken und zwei Wäschen später wandert der Kram in die Altkleidersammlung. 

Klar, das muß man sich leisten können. Und das können wir definitiv nicht, darum läuft die Lütte halt eine um die andere Woche auch mal mit löchrigen Leggins rum. Ich kann nicht mehr dagegen an. Wenn ich Flicken draufbügle, sind schneller neue Löcher daneben, als der Kleber trocknen kann. 

Also: es ist, wie es ist. 

Was macht mir denn daran so zu schaffen? Warum lege ich Wert darauf, daß die Kleidung sauber und ordentlich ist? Daß die Wäsche ordentlich im Schrank liegt und nicht wild durcheinander reingestopft wird?

Manche behaupten, ich sei da zu perfektionistisch. Mein Anspruch sei zu hoch. Mein Anspruch ist, finde ich, auf Mindest-Level: sauber und unbeschädigt.  Da dies aber bei der Kleinen nicht zu machen ist, kommt es in die Schublade: "Wünsche und Träume".

 Geschenk besorgen

 Diesen Punkt muß ich auf morgen früh verschieben, das weiß ich schon, es sei denn, ich kann die Große motivieren, gleich noch loszugehen und eine Karte zu besorgen.

Mittagessen

 Was bin ich dankbar, daß es Gerichte gibt, die man für zwei Tage kocht. Die Lasagne von gestern reicht auch heute noch. Das spart nicht nur Geld sondern auch Zeit. 

26.6.15 13:50


Maulesel?

So gegen 18.00 Uhr heute ist der große Teil der Wäsche erledigt. Haken dran! Zur Belohnung: bloggen.

Während ich so vor mich hin wirtschaftete, kamen meine Mädchen nach Hause. Erst die Kleine, dann etwa eineinhalb Stunden später die Große. Es dauerte dann nur eine Stunde, bis wieder Zoff war.

Pubertät? - Auch. Vor allem aber ein grundsätzlicher Konflikt, den ich noch nicht verstehe, geschweige denn zu lösen vermag.

Ich bitte die Große, mit der Kleinen fünfzig Meter weit zum Discounter zu gehen, um ein paar notwendige Dinge einzukaufen. Mit 8 könnte die Kleine das weitgehend auch allein, allerdings kommt sie an manches einfach noch nicht dran. Und wenn sie nicht drankommt, bringt sie's nicht mit. Dafür bringt sie dann andere Dinge mit, meistens bestehen die aus Schokolade. Im Vergleich zu Brot jetzt nicht wirklich eine Alternative.

Meine Bitte eröffnet eine Diskusion.

Die Große so: Warum kann die das nicht alleine? - Ich so: siehe oben.

Die Kleine so: Darf ich mittem Roller? - Die Große so: Nein! 

Ich so: Warum das jetzt nicht? - Die Große so: Weil Baum.

(Baum = Standardantwort, teenagerisch für "darum"

Die Kleine so: Bitteeeeeee!!! Die Große: Nein! Geh doch alleine!

Ich so: Nein, du gehst bitte mit.

Die Große sagt erstmal nix mehr und geht sich die Haare fönen. Die Kleine legt sich schon Portemonnaie und Einkaufszettel zurecht, macht den Roller parat und zieht Schuhe an. Eine Weile ist Ruhe.

Nach zwanzig Minuten frage ich an: Wann geht ihr los?

Die Große so: Oh Mama! - Ich so: Was? - Sie so: Die kann das schon alleine !

Und da war dann bei mir der Bart ab. Ich hasse es und ich weiß, es ist womöglich pädagogisch unsinnig, aber ich hab dann sehr laut meine Anweisung wiederholt und schlußendlich schlichen beide vondannen. Der Einkauf wurde erledigt. Als sie zurück kamen, zickten sie sich gegenseitig noch ein wenig an. Das war's.

Heute ähnlich. Die Kleine soll zum Sport. Ich bitte die Große, sie zu begleiten. Zum einen als Motivation, zum anderen aber, weil die Lütte nachher total kaputt ist und kaum mehr ihren Rucksack tragen kann.

Eine ähnliche Diskussion. Eine ähnliche Lösung. Nur mit dem Unterschied, daß die Große die Kleine zwar hingebracht hat, aber nicht wieder abgeholt hat und einfach nach Hause kam. Ich ahne schon, was mir nachher blüht.

Was ich auch mache, es ist verkehrt... Aber eins weiß ich genau: Maulesel sind wesentlich umgänglicher!

26.6.15 18:12


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