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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

... der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Da wären wir also, mein blog und ich. Zettel und Stift reichen ja heutzutage bei weitem nicht mehr aus, um Gedanken niederzuschreiben und zu sortieren. Ist auch viel einfacher, wenn man das elektronisch tut - jedenfalls für mich; ich tippe in Spitzenzeiten 360 Anschläge in der Minute - aber einen Stift zu halten fällt mir schwer, wenn meine Hände schmerzen. Sei's drum: let's start!

 Bestandsaufnahme:

Mitunter fällt es am schwersten, sich selbst die Wahrheit zu sagen.

Ich bin Teil einer Familie. Die Familie hat Probleme.

Wie kann man diese Probleme beschreiben?

Chaos - mangelnde Struktur - Kommunikationsmängel - mangelndes Zeitmanagement - fehlendes Selbstmanagement - Frust - Burnout - Depression - bipolare Störung - Vernachlässigung

Das ist mal so eine Sammlung von Begriffen, die mir in den Sinn kommen, wenn ich versuche, mich unserer Problematik zu nähern. Ganz oben steht "Chaos" - und das beschreibt den Ist-Zustand ganz gut. Womöglich empfinde ich das etwas übertrieben, aber lassen wir es mal bei diesem starken Wort. Natürlich geht es ja darum, was und wie ICH empfinde; denn ich kann ja nicht in den anderen Personen meiner Familie empfinden oder denken.

Wie sieht nun dieses Chaos aus?

Zunächst existiert das Chaos ganz physisch in allen Räumen unserer Wohnung. Ganz gleich, in welchen Raum man hineinkommt, die einzige erkennbare Ordnung ist die Unordnung. Das beginnt schon beim Aufstehen im "Schlaf"Zimmer. Hier hat sich eine Menge Müll angesammelt, geputzt worden ist hier ewig nicht mehr. Der Raum beherbergt auch eine "Büro" Ecke und dort stapelt sich ein wirres Durcheinander von Papieren, Büchern, Utensilien etc. und verstaubt.

Gleich rechts neben dem Schlafzimmer existiert das sogenannte Kinderzimmer. Wir nennen es auch "das schwarze Loch". Hier verschwinden nämlich alle - alle! - gesuchten Gegenstände. Der Bereich an der Tür ist die Ereignisgrenze. Alles, was diese Grenze passiert, ist erst einmal verschwunden. In wüstem Durcheinander von Heften, Büchern, Spielzeug, Kuscheltieren, getragener und ungetragener Kleidung sowie hygienisch bedenklichen Gegenständen hält sich hier mitunter unsere Jüngste auf. Sie ist kurz vor 8.

Geht man ein Stück weiter geradeaus, öffnet sich der "Flur". Ein miserabel geschnittener Bereich, der eigentlich nur ein Durchgangs- und kein Lebensraum ist. Eine Kommode steht dort, die demnächst ins Mädchenzimmer umziehen soll - dazu später -. Eine weitere Kommode steht dort, die Krimskrams beherbergt. Eine Garderobe hängt an der Wand, wo sich der Flur Richtung Küche und Bad verjüngt; Jacken hängen dort, die längst gewaschen und weggehängt sein müßten.

Genau, wir orientieren uns weiter rechts durch den Flur in die Küche

Da dieser Raum an der linken Seite in einem total unmöglichen Winkel abgeschrägt ist, ist es uns bisher nie gelungen, ihn lebbar vernünftig einzurichten. So beherbergt er eine Vielzahl von Küchenschränken, in denen neben Vorräten eben alle möglichen und unmöglichen Hausratsgegenstände gelagert sind. Die meisten von ihnen werden regelmäßig benutzt, alle mindestens 1 x im Jahr. Sonst hätte ich sie schon entsorgt, soweit war ich bereits erfolgreich. Leider stehen hier auch der Bio-Müll-Eimer (ehemaliger Wischeimer), die Restmüll-Tonne und ein Plastik-Müll-Sack. Das mit der Mülltrennung ist eine feine Sache und das sehe ich auch total ein, aber rein vom Platz her ist es eine Herausforderung, die ich momentan noch nicht gemeistert  habe. Es gibt einen Tisch und zwei selbstgezimmerte Sitztruhen - die sind echt massiv! Und es paßt viel rein! Und einen altersschwachen Küchenstuhl, der dringend einen neuen Bezug nötig hat.

Alles in allem schlecht zu reinigen. Und da ist ein Knackpunkt der Küche!

Im Bad wäre ebenfalls das Stichwort Reinigung zu nennen. Die Familie hat die Gewohnheit, sich hier auszuziehen und dann zu duschen o. ä. Die getragene Kleidung bleibt an Ort und Stelle liegen, bis sie irgend jemand in den ---> Wäscheraum bringt und sortiert.

Der Wäscheraum, auch Abstellraum... Sehr schmal, leider passen Waschmaschine und Trockner nicht nebeneinander an die kurze (Fenster)Seite. Dennoch ist Platz für einen Putzmittel-Schrank (Ja! Es gibt ihn!), dem wir ein Regal angefügt haben. Auch hier so ein blöder Winkel, wir haben ihn mit Schuh-Regalen genutzt. Der Raum grenzt an das Bad, ist aber nur über den Flur zu betreten.

Flur, scharf links: Wohnungstür. Links: Mädchenzimmer. Hier lebt unser Teenager. Die ordentlichste unter uns. Mag sein, daß es dort Unordnung gibt. Sie hat sich aber sehr gut als Ordnung getarnt.

Gegenüber der Wohnungstür, halb links gegenüber dem Kinderzimmer, das Wohnzimmer. Ein Ort des Grauens. Nicht nur, daß meine Woll-Vorräte ein gutes Sechstel des Raumes belegen zur Zeit, stehen hier die Käfige von Hase & Meerschwein, Häsin und Kanarienvögeln. Aber auch leider das Bügelbrett und somit Stapelweise Körbe mit Bügelwäsche... Ein Sofa gibt es auch, L-förmig um einen Tisch gruppiert... der muß magnetisch sein, denn darauf sammelt sich alles, aber auch alles, was es nicht ins Kinderzimmer geschafft hat oder von dort entkommen ist.

Stehe ich morgens auf, begegne ich nicht zuerst meinem Spiegelbild im Bad, sondern auf dem Weg dahin tausenden "Du mußt...!" Vor dem ersten Kaffee bin ich schon fertig mit den Nerven.

Wie ich damit umgehe?

Erstmal habe ich mir über die letzten Jahre ein mehr oder weniger dickes Fell wachsen lassen. Reine Überlebensstrategie, sonst wäre ich vermutlich schon längst entweder geflohen oder in der Psychiatrie (die ich übrigens regelmäßig ambulant konsultiere). 

Ich nehme mir jeden Tag vor, wenigstens ein klein wenig Ordnung zu schaffen. Meistens gelingt es mir. Wenngleich meine Ziele nie erreicht werden.

Was sind das für Ziele?

Also ich formuliere mal das "große" Ziel:

Ich möchte die Wohnung so aufgeräumt und sauber haben, daß jederzeit mein Vermieter, meine Schwiegermutter oder mein Vater zu Besuch kommen könnten.

Ich möchte, daß die Dinge an ihrem Platz sind und ich nicht stundenlang suchen muß, um sie am Ende doch nicht zu finden und neu zu kaufen. (Danach finde ich sie natürlich!)

Ich möchte eine Routine für den Haushalt, wie ich sie am Arbeitsplatz auch habe, und möchte in dieser täglichen, wöchentlichen, monatlichen Routine die Hausarbeit erledigen, meiner Erwerbstätigkeit nachgehen und guten Gewissens Freizeit haben, in der ich schöne, entspannende Dinge tun kann. 

Ich möchte, daß meine Kinder diese Ordnung erleben, vielleicht erlernen und teilen.

Ich möchte, daß diese Ordnung dazu beiträgt, daß es unserer Familie auch finanziell besser geht. Das ist ein weiterer Bereich, der mir großes Bauchweh bereitet:

Die Finanzen

 Bis gerade eben bekamen / bekommen wir noch Unterstützung vom JobCenter als sogenannte "Aufstocker"; das fällt jetzt weg. Mit ein wenig Kreativität schaffen wir es meistens, die Rechnungen zeitnah zu bezahlen. Zu Mahnbescheiden ist es seit einer guten Weile nicht mehr gekommen. Den Gerichtsvollzieher sahen wir lange nicht mehr (vielleicht ist er inzwischen in Rente?!). Der Vollstreckungsbeamte für öffentliche Forderungen (Kfz-Steuer z. B.) ist total nett, und da es bei uns nichts zu pfänden gibt, ist sein Besuch auch nicht wirklich unangenehm.

Zufrieden bin ich mit der Lage aber nicht.

Ich möchte keine Schulden mehr haben.

Ich möchte jede Rechnung sofort bezahlen. Ich möchte für die Posten, die in Abständen zu zahlen sind, Rücklagen bilden.

Und ich möchte Rücklagen bilden für Urlaub, Shoppen, Klassenfahrten oder ähnliches.

Letzten Endes wäre ein Eigenheim ein Traum.

 So, damit wäre der Anfang gemacht. Ich hab's aufgeschrieben.

"So soll man es schreiben, so soll es geschehen!" (Yul Brunner, Die 10 Gebote)

Jetzt gehen wir's an.

26.6.15 09:51
 


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